Der Kongo

Um den Kongo ranken sich viele Sagen und Geheimnisse, denn er durchzieht die undurchdringliche Regenwaldgebiete im Herzen Afrikas. Du kannst den Kongo auf einem Flussdampfer erkunden oder auf einem Einbaum, wie diese beiden Händler. Du wirst einige Wochen unterwegs sein, denn der Kongo ist mit mehr als 4 000 km Länge der zweitgrößte Strom Afrikas.

                  

An seinen Ufern leben hunderte von Völkern,  in seinen Gewässern schwimmen exotische Fische und auf seinen Uferbänken sonnen sich Krokodile und Flusspferde.

Der Flusslauf des Kongo

Der Kongo entspringt in den Mitumba Bergen in der Demokratischen Republik Kongo und durchzieht in einem riesigen Bogen die Mitte Afrikas. Auf seiner über 4000 km langen Reise fließt er durch die DR Kongo und macht kurze Abstecher in die Republik Kongo und nach Angola. Dabei bildet er das waldreiche Kongobecken. Er besitzt die wasserreichsten Stromschnellen der Welt. Besonders bekannt sind die Livingstonefälle und die Stanleyfälle. In einem breiten Trichter mündet er in den Atlantik. Seine riesige bräunliche Wassermenge kann man noch 30 Kilometer von der Küste entfernt erkennen.

 

Der Kongo ist der wichtigste Verkehrsweg im Zentrum von Afrika

Zur Regenzeit verwandeln sich die wenigen Straßen im Kongo in Schlammlöcher. Dann dient der Fluss als wichtigster Verkehrsweg. Allerdings wird die Schifffahrt auf dem Kongo durch Stromschnellen und Wasserfälle immer wieder unterbrochen. Die Reisenden müssen dann auf die Eisenbahn umsteigen. Deshalb kann eine Reise durch Kongo viele Tage und Wochen dauern.

 

Der Kongo ist ein schwimmender Handelsplatz

regenwald kongoDie Mehrzahl der kongolesischen Händler ist auf dem großen Fluss unterwegs. Sie leben  auf dem Kongo und verkaufen Waren, die sie von den Fischern am Fluss oder den Jägern aus den Wäldern beziehen. Ihre Boote sind schwimmende, prallgefüllte Lebensmittelgeschäfte, in denen Fische, Maniok, geräuchertes Affenfleisch oder Süßkartoffeln angeboten werden. Die Hütten vieler Dörfer am Fluss sind auf Stelzen gebaut. Die meisten Kongolesen sind auf Einbäumen unterwegs, wenn sie schnelle Besorgungen machen oder Freunde und Verwandte besuchen wollen. Einbäume nennt man die Boote, weil sie aus einem Baum geschnitzt sind. Schon kleine Kinder sind auf dem Fluss unterwegs und steuern geschickt die Einbäume.

Schon gewusst?

Mit zahlreichen Wasserkraftwerken ist der Kongo nicht nur ein bedeutender Verkehrsweg sondern auch ein wichtiger Energieversorger.

 

Quick Facts zum Kongo

Tiefe: 220 Meter
Länge: 4.374 Meter
Warum der Kongo so gefährlich ist: Der Kongo gehört mit seinem tiefsten Punkt von 220 Metern zu den gefährlichsten Flüssen der Erde. Seine starken Strömungen können ein Boot in die Tiefe ziehen.