Scarface, Afrikas König der Löwen

Scarface, der narbengesichtige Löwe und seine Brüder Morani, Sikio und Hunter herrschten über einen riesigen Landstrich der Masai Mara. Die Brüder wurden die vier Musketiere genannt, denn sie kontrollieren ihr Revier mit Umsicht, Ausdauer und Mut. Scarface, der berühmteste unter ihnen, war ein echter Star bei den Touristen, die das Masai-Mara Naturschutzgebiet besuchten. Warum Scarface? Bei einem Revierkampf im Jahr 2012 wurde ihm das linke Augenlid abgerissen. In diesem Jahr hatte er gemeinsam mit seinen Brüdern einem anderen Löwen ein gewaltiges Territorium abgenommen und gegen Eindringlinge verteidigt. Seither trug er den Spitznamen Scarface.

Scarface, der meistgesuchte Löwe Kenias

Jeder in dem Schutzgebiet kannte Scarface. Der Löwe mit der imposanten Mähne herrschte über 400 Quadratkilometer Steppe und dominierte die Rudel in dem Gebiet. Er sorgte für zahlreichen Nachwuchs. Seine Verletzung hatte ihn gezeichnet, aber nie behindert. Die Kämpfernatur war für viele Tierschützer auf der Welt eine Inspiration. Er starb im Juni dieses Jahres im gesegneten Löwenalter von 14 Jahren. Nur 10 Prozent aller wildlebenden Löwen werden so alt.

Was uns das Ende von Scarface über die Gesetze der Natur erzählt

Als es mit Scarface zu Ende ging, wanderte er viele Kilometer weit und kehrte er in sein Geburtsgebiet zurück. Die jungen Löwen respektierten ihn, keiner griff ihn an, kein Touristenauto störte ihn, keine Hyäne zerrte an ihm. Dafür sorgten die Mitglieder des Mara Predator Conservation Programme. Sie wachten darüber, dass der König der Löwen ein friedvolles Ende fand. Warum wird so viel Aufhebens um Scarface und sein Ende gemacht? Warum gibt es sogar eine eigene Facebookseite für den afrikanischen Löwen? Der Kampfgeist der Löwen wurde von der Natur über Jahrtausende verfeinert. Sie folgt dabei ihren eigenen Regeln und wacht über ihre stolzesten Schöpfungen. Wir fühlen uns inspiriert von der Ausdauer der Löwen, ihrer Kraft und ihrer Bestimmung, jeden Moment ihres Lebens aufs Spiel zu setzen. Sorgen wir dafür, dass der Lebensraum der königlichen Bewohner der Savanne erhalten bleibt.

 

Eine fröhliche Ferienzeit wünschen

Angelika und das Team von afrika-junior

 

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Vorschau: Besucht uns im nächsten Monat wieder, dann beschäftigen wir uns mit indigenen Völkern in Afrika.