Die schönsten Oasen in der Sahara

Um el Maa in Lybien (c) Klaus SchienstedtOasen sind grüne Inseln inmitten des weiten Sandmeeres. Dattelpalmen sorgen für Schatten und Nahrung. Ihre Wurzeln graben sich bis zu 50 Meter in die Tiefe, um an Grundwasser zu gelangen. Ein See im Sandmeer ist Um el Ma – die Bewohner nennen den See „Mutter des Wassers“.  Der traumhafte Wüstensee liegt im Dünenmeer von Libyen. Der See ist wie eine Insel in einem Ozean aus Sand.

Ghadames

Ghadames, Oasenstadt in Lybien (c) FranzfotoAls schönste Oasenstadt der Sahara gilt Ghadames in Libyen. Die Altstadt besteht aus weißen, terassenförmig gebauten Häusern. Sieben Clans lebten einst in der Stadt. Jeder Clan besaß ein eigenes Stadtviertel mit Fest- und Versammlungsplatz. Über die verwinkelt gebauten Terrassen besassen die Frauen ein eigenes, luftiges Wegenetz. Angebaut wird in Oasen alles, was man zum Leben braucht: Datteln, Tomaten, Gemüse und manchmal Hirse.

Die Oase Djado

Djado, Geisterstadt in der Wüste in Niger (c) Holger ReinecciusSagenumwittert ist die Oase Djado in der Ténéré Wüste in Niger, denn sie ist seit vielen Generationen unbewohnt. Die Ruinen der Geisterstadt ragen als Wahrzeichen alter Wüstengeheimnisse in den Himmel. Niemand lebt mehr hier. Warum die einstigen Bewohner den Ort verließen? Keiner weiß es so genau. Jedes Wüstenvolk berichtet etwas anderes darüber. Manche meinen, räuberische Tuareg überfielen die Stadt und raubten sie aus. Manche meinen, dass Sumpffliegen, die von Rinderherden eingeschleppt wurden, die Bewohner vertrieben. Andere munkeln, dass ein Fluch auf den einstigen Bewohnern lastete.

Die Oase Siwa

Oase Siwa mit Ammun Tempel (c) Tom ChandlerDie Oase Siwa in der ägyptischen Wüste war eine der berühmtesten Orakelstätten des Altertums. Im Tempel von Ammun hielten die Priester des Ammun ihre berühmten Orakel ab. Alexander der Große verlieh diesem Ort besondere Bedeutung auch für spätere Generationen. Er liess sich in Siwa zum Pharao krönen.

Timia - eine Oase in den Bergen

Timia, Oase im Air Gebirge (c) Dever MaxwellTimia ist eine Bergoase mitten im Air Gebirge in Niger. Das felsige Gebiet wirkt wie eine urzeitliche Landschaft. In der Nähe liegt ein Fort, in dem einst die Franzosen über das Bergland herrschten. Heute beherbergt das Fort ein kleines Museum. Lange vor den Franzosen kontrollierten die Tuareg das Gebiet. Heute sind sie wieder Herren in ihrem eigenen Land. Sie arbeiten als Fremdenführer, Viehzüchter und   Schmiede. Hin und wieder verirren sich Touristsen in die Gegen, die die Wasserfälle von Timia besuchen wollen. Auf improvisierten Jahrmärkten bieten die Tuareg den Reisenden verzierte Dolche, Kannen, Töpfe und Silberschmuck an.

Schon gewusst? Die Mehrzahl der Oasen findet sich in der Nähe von Wadis, ausgetrockneten Flussbetten. Denn oft befinden sich hier unterirdische Wasserspeicher.