In 12 Stationen durch Nordafrika

Nordafrika, das ist die faszinierende Welt der Pyramiden, der rätselhaften Felszeichnungen der ersten Wüstenvölker sowie der Städte und alten Tempel der Phönizier, Römer und Griechen.

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Sehenswürdigkeiten in Ägypten

Die Pyramiden von Gizeh

Gizeh_CheopspyramideZur Zeit des Alten Reichs galten die Pyramiden von Giza als "Thron der Sonne". Man glaubte, dass sich auf ihrer vergoldeten Spitze die Pharaonen mit dem Sonnengott Re vereinigen. Die Leichname aller Pharaonen aus den Pyramiden von Giza wurden von Grabräubern verschleppt. Niemand weiß wohin, niemand fand mehr Reste von ihnen. Nur noch die Pyramiden erinnern an sie und ihre große Zeit. Heute liegen die Pyramiden von Giza etwa 13 km westlich von Kairo.

Luxor, das Tal der Könige  

EGYPT-LuxorAMENHOTEPIIIBesser hätten die Pharaonen ihre Gräber nicht verstecken können als in den unwirtlichen Bergen westlich des Nils. Hier bauten sie nur einige Kilometer von Theben entfernt das Tal der Könige. Vermutlich war die Königin Hatscheput die erste, die hier ein Grab anlegen liess. Fast alle Pharaonen, die zwischen 1504 und 1070 vor Christus über Ägypten herrschten, wurden hier beigesetzt. Die Pharaonen ließen ihre Grabstätten tief in die Felsen hauen, um ihre Schätze vor Dieben sicherer zu machen. Die lang gestreckten, engen Gräber waren innen prächtig ausgeschmückt und mit Kostbarkeiten ausgefüllt wie edle Hölzer, Gold, Edelsteine, Parfum und Wein. Am schmalen Eingang zum Tal wurden Wachen aufgestellt. Trotzdem gelangten Räuber in das Tal und räumten viele Felsengräber leer.

Der Tempel von Karnak - Ins religiöse Zentrum des ägyptischen Reiches

Egypt.LuxorTempleDer Höhepunkt jeder Ägyptenreise ist die große Tempelstadt von Karnak. Tatsächlich sind die zwei Kilometer nördlich von Luxor gelegenen Ruinen von Karnak weit mehr als nur die Überreste eines Tempels. Es handelt sich um einen riesigen Komplex aus vielen unterschiedlichen Tempeln und Kultanlagen, die miteinander in Beziehung stehen. Hier schlug für viele Jahrhunderte das religiöse Herz Ägyptens. Karnak war der Hauptkultort des Reichsgottes Amun-Re und das größte Heiligtum des ganzen Reiches. Zusammen mit Amun wurden auch die Gottheiten Mut, Chons, Month, Opet, Ptah und Min verehrt. Die Götter Amun, Mut und Chons bilden eine Triade, eine typische Götterfamilie, bestehend aus Vater, Mutter und Götterkind.

Eine Zeitreise durch das alte Pharaonenreich - ins Ägyptische Museum in Kairo

CaireBring viel Zeit mit, denn das Ägyptische Museum ist mindestens so spannend wie das Innere einer Pyramide. Sie wurde im Jahr 1900 in Kairo gebaut und ist weltweit das größte Museum für altägyptische Kunst. Es befindet sich in der Innenstadt am Tahrir Square. Es enthält 120.000 Werke aus verschiedenen Epochen der ägyptischen Kulturgeschichte. Wow! Das beste, es gibt im Westflügel ein eigenes Kindermuseum.

Tal_Wale_AgyptenDorudon-versteinerter-WalTipp: Von Kairo aus ist es nur eine Tagesreise ins Tal der Wale in der Ägyptischen Wüste. Mehr als 1000 Walskelette haben Forscher hier entdeckt. Die Skelette der Riesen des Ozeans sind tausende Jahre älter als die Pharaonen. Wie sie hierher kamen? Die Wüste war früher ein Meer mit tausenden von Lebewesen, deren Nachkommen noch heute die Meere bevölkern.

Zum Sonnenwunder von Abu Simbel

Abu_Simbel280 km südlich von Assuan liegt Abu Simbel, eine weitere Sehenswürdigkeit in Afrika. Die beiden Felsentempel am westlichen Nilufer ließ Pharao Ramses II. bauen. Sie sollen die Macht und die ewige Überlegenheit Ägyptens gegenüber dem tributpflichtigen Nubien demonstrieren. Die gewaltigen Kolossalstatuen blicken drohend in das südliche Afrika. Die Tempelanlage führt 60 Meter in den Fels. Am 21.10. und 21.2. findet ein besonderes Ereignis statt - das Sonnenwunder. Die eindringenden Sonnenstrahlen beleuchten dann alle vier Statuen des tief im Tempel liegenden Heiligtums.

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Sehenswürdigkeiten in Tunesien

Zum Konzert ins Amphitheater von El Djem

Amphitheatre_El_JemDas Amphitheater wurde um 230 n. Chr. erbaut. Mit Platz für 35.000 Zuschauer ist es fast so groß wie das Kolosseum in Rom. Es diente als Versteck vor den römischen Steuereintreibern. Bis ins 17. Jahrhundert blieb das Amphitheater nahezu unzerstört. Später wurde es zeitweise als Steinbruch genutzt und teilweise abgetragen. Inzwischen wurden große Teile des Bauwerks aufwändig rekonstruiert. Heute finden hier Konzerte und Theateraufführungen statt.

Die Ruinen von Karthago 

Karthago_Antoninus-Pius-ThermenVon der Pracht der einstigen Handelsstadt der Phönizier zeugen zwar nur noch Ruinen. Aber was von Karthago noch übrig ist, lässt doch Größe des alten Seefahrervolkes erahnen. Nach der Besichtigung der Ruinen von Karthago gehen wir ins Carthageland in Hammamet. Der Vergnügungspark mit Fahrgeschäften und Wasserwelten entführt in die Zeit der Phönizier und Römer. Bilder, Modelle und Karten bilden eine hervorragende Ergänzung zu der Ruinenstadt.

Die Pirateninsel Djerba und die sagenhafte Festung von Dragut  

Kamelreiten am Strand von Djerba (c) PaebisDjerba ist eine flache Insel an der Ostküste von Tunesien. Mit 514 qkm ist sie die größte Insel Nordafrikas. Etwa 120.000 Inselbewohner leben hier, die meisten sind Berber. Die Insel ist mit einem etwa 7 km langen  Damm mit dem Festland verbunden. Der Damm geht vermutlich auf die Phönizier zurück. Später wurde der Damm vom Meer überflutet, doch heute ist er wieder hergestellt

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Die Festung Bordj-el-Kebir an der Küste von Djerba wurde schon von den Römern erbaut. Doch erst der türkische Korsarenführer Dragut baute sie im 16. Jahrhundert zur heutigen Festung aus. Er brauchte eine gut geschützte Festung, um sich vor den Vergeltungsaktionen der christlichen Seefahrer zu schützen. Dragut hatte richtig gerechnet. Tatsächlich erschienen im Jahr 1560 die Spanier mit einer Flotte von 30 Schiffen und 30.000 Mann. Sie eroberten zwar recht schnell die Festung und ließen eine Besatzung von 5000 Mann zurück. Aber auf dem Rückweg überfiel Dragut mit seiner Flotte die abziehenden christlichen Seefahrer und besiegte sie in der Seeschlacht von Djerba. 18.000 Mann verloren ihr Leben. Dragut belagerte die immer noch besetzte Festung. Nachdem die Besatzung aufgab, liess er sie bis auf den letzten Mann köpfen. Zur Abschreckung ließ der Korsarenführer die Köpfe zu einer Pyramide auftürmen. Fast 300 Jahre lang war dieses makabre Symbol zu sehen. 1848 wurde es auf Drängen der europäischen Mächte beseitigt und anstelle dessen ein Obelisk in der Nähe der Festung errichtet. 

Willst du selbst einmal Pirat sein? Auf einem der Piratenschiffe, die von Port el-Kantaoui aus in See stechen, kannst du die Küste entlang segeln.

So macht Geschichte Spass: auf Geschichtstour im Vergüngungspark Chak Wak Park von Tozeur. In diesem Vergnügungspark kannst du sehr über viel über die Geschichte des Planeten entdecken, angefangen mit den Furcht erregenden Gigantosauriern und Stegosauriern, bis zu den Szenarien von den ersten Menschen.

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Zu viel Geschichte? Du kannst auch auf Mammutjagd unter Palmen gehen.

Sehenswürdigkeiten in Algerien

Beni Hammad - Ruinen einer Bergfestung in Algerien

BeniHammadIn ungefähr 1000 m Höhe befinden sich die Ruinen der Bergfestung in Algerien. Sie gehören seit 1980 zum UNESCO- Weltkulturerbe. Ein sieben Kilometer langer Mauerumfang schützte die Festungsstadt und wurde 1007 gegründet. Die Almohaden zerstörten sie um 1152. Ehemals war sie eine befestige muslimische Stadt der Zeit.

Felsmalereien im Akkakus Gebirge - eine Reise in die Steinzeit 

Tadrart_AcacusDie Felsbilder aus den verschiedenen Phasen der Steinzeit zeigen, dass die Sahara vor 10 000 Jahren keine Wüste war sondern ein fruchtbares Feuchtgebiet. Sie war ein Tierparadies mit allen großen Wildtiere, die heute noch im südlichen Afrika vorkommen wie Giraffen, Elefanten und Löwen. Die Sahara wurde immer wieder von Menschen besiedelt. Sie hinterließen in Gebirgen und Höhlen wunderschöne Felsbilder. Aus den Felszeichnungen konnten Forscher eine Büffelzeit, eine Rundkopfzeit, eine Rinder- und Pferdezeit und schließlich eine Kamelzeit ablesen. Das Kamel steht für die Zeitenwende in der Sahara. Erst um 1500 v. Chr. begann sich die Sahara in ein Wüstengebiet zu verwandeln.

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Sehenswürdigkeiten in Marokko

Die Strände zwischen Essaouira und Agadir sind einfach traumhaft schön. Du kannst Schnorcheln, Baden, am Strand entlang laufen, Kamelreiten oder Surfen. Die Purpurinseln sind für Vogelkundler ein Paradies. Außerdem gibt es zahlreiche Moscheen und Museen zu besichtigen. Zwei Orte sind für Entdecker ein Muss: 

Marrakesch und die Geschichtenerzähler

Auf-dem-Markt-von-Marrakesch

Marrakesch ist berühmt für seine Märkte und Feste. Der Djemaa-el-Fna ist seit über 1000 Jahren ein viel besuchter Marktplatz. Früher hielten hier die Karawanen, die für die Stadt den wichtigsten Bestandteil der Versorgung darstellten. Noch immer ist dieser Platz das Herz der Stadt Marrakesch. Schon beim Betreten des Platzes hört man das Dröhnen der Trommeln, den Klang der Schellen, die Rufe des Wasserverkäufers und die Stimmen der Geschichtenerzähler. Schlangenbeschwörer, Feuerschlucker, Zauberinnen, Wahrsagerinnen und Jongleure bieten hier ihre Künste feil. Wenn dich das hungrig macht, der Markt ist voller Garküchen und Obstständen mit Nüssen, Datteln und köstlichen Süßigkeiten.

Die UNESCO erklärte den Djemaa-el-Fna sogar zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit.

Eine Zeitreise ins Mittelalter - die Stadt Aït Ben Haddou am Fuße des Atlas

At_Benhaddou-DonarEin Besuch der Stadt Aït Ben Haddou ist wie eine Zeitreise ins frühe Mittelalter von Afrika. Die gut erhaltene Lehmbausiedlung befindet sich 200 km von Marrakesch entfernt, am Ufer des Flusses Asif Mellah. Gegründet wurde die Stadt von dem Stamm Ben Haddou, die im 12. Jahrhundert den Karawanenhandel zwischen Marrakesch und Timbuktu kontrollierten. Die Stadt erscheint aufgrund der vielen Ecktürme wie eine Burg, da die Häuser eng aneinander stehen. Besonders die zahlreichen Ornamente an den Türmen sind sehenswert. Mittlerweile wandern viele Anwohner ab, denn die Erhaltung der Lehmbauten ist beschwerlich. Es regnet selten und der Fluss führt nur im Winter und Frühjahr Wasser. Deshalb ist es auch erstaunlich, dass die Einwohner bis vor kurzem Selbstversorger waren. Heute zählt die Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Klicke auf den Flieger, dann kannst du im Browsergame Die Buschpiloten die Sehenswürdigkeiten erkunden.