Giraffen, Warzenschweine und Nilpferde sind gesellige Gruppentiere

Giraffen kann man in der Savanne einfach nicht übersehen, sie überragen alle anderen Tiere mit ihrem langen Hals.Giraffen können bis zu sechs Meter groß werden, damit sind sie die größten Landsäugetiere der Welt. Mit ihren beiden Hörnchen auf dem Kopf und den seitlich hervorstehenden Augen sehen sie lustig aus. Tatsächlich sind Giraffen auch sehr gesellig, sie leben in Gruppen von 10 bis 20 Tieren. Gnus und Zebras wandern gerne mit ihnen durch die Savanne. Denn Giraffen warnen sie mit Schnarchtönen vor drohenden Gefahren. Kein anderer Bewohner der Savanne hat einen besseren Überblick als sie.

                      

Giraffen sind Quasselstrippen, selbst über mehrere Kilometer hinweg können sie sich miteinander unterhalten. Warum hören wir Menschen ihre Unterhaltungen nicht? Giraffen unterhalten sich mit sehr tiefen Tönen - im Infraschall-Bereich. In diesem Bereich empfangen unsere Ohren keine Töne. Giraffen sind sehr friedfertig und kümmern sich gemeinsam um ihren Nachwuchs. Die Weibchen organisieren einen Kindergarten. Während eine auf alle Jungen aufpaßt, können die übrigen auf Nahrungssuche gehen. Dank ihrer langen Beine erreichen sie eine Geschwindigkeit von 50 km oder mehr. Sie ernähren sich von Pflanzen und Blättern der Akazienbäume. Mit ihrem langen Hals erreichen sie selbst die zartesten Blätter auf den Akazienbäumen. Die spitzen Stacheln der Akazien können ihnen nichts anhaben, denn ihre Schnauze ist durchlässig wie ein Schwamm. Wie Zebras besitzen auch Giraffen ein einzigartiges Fellmuster. Jungtiere, deren Fell große und unregelmäßig geformte Flecken aufweist, haben größere Überlebenschancen als gleichmäßig gefleckte Artgenossen. Biologen vermuten, dass der Nachwuchs mit den unregelmäßigen Flecken besser getarnt ist

Schon gewusst? Giraffen brauchen von allen Säugetieren am wenigsten Schlaf, nur etwa vier Stunden insgesamt, unterteilt in viele Minischlafpausen. Dafür legen sie sich nicht mal hin, sie schlafen meist im Stehen.

Warzenschweine

Erinnerst du dich an Pumba, den gutmütigen und ständig furzenden Gesellen aus dem Film "König der Löwen"? "Pumba" bedeutet "Warzenschwein" in Suaheli, der Sprache der Massaikrieger. In Wirklichkeit sind die Warzenschweine nicht ganz so gutmütig. Denn sogar Löwen fürchten die riesigen Eckzähne der Warzenschweine. Wenn sie gereizt werden, können sie sehr gefährlich sein. Selbst für den Menschen. Seinen Namen verdankt das Warzenschwein den warzenähnlichen Wölbungen in seinem Gesicht, ein Paar unter den Augen und ein weiteres Paar näher bei der Schnauze. Die männlichen haben sogar noch ein weiteres Paar Warzen in der Nähe des Gebisses. In Afrika wird das Warzenschwein auch "Radio Afrika" genannt, denn es hat seinen Fieselschwanz oft aufgestellt wie eine Antenne. Die "Antenne" zeigt den kleinen Warzenschweinen im hohen Gras an, wohin ihre Eltern flüchten, wenn sich ein Feind nähert. Das Warzenschwein ist in vielen Savannen Afrikas zu Hause. Sogar in Madagaskar findet man die Verwandten unseres Hausschweins.

Flussperdbaby

Flusspferde sind in den Flüssen der Savanne zu Hause. Fast den ganzen Tag verbringen sie im Wasser, dadurch ist ihre Haut vor der sengenden Sonne geschützt. Nachts werden sie aktiv und gehen an Land. Dann legen sie sogar vier oder mehr Kilometer zurück, um die saftigsten Gräser zu finden. Sie leben in kleinen Gruppen und sind sehr gesellig. Die Flusspferdmütter geben auf ihre Jungen gut acht, damit sie nicht die Beute von gefräßigen Krokodilen werden. Sie besitzen scharfe Eckzähne, damit können sie sogar den Panzer der Krokodile durchbeißen.

Schon gewusst? In Afrika kommen bei Angriffen von Flusspferden mehr Menschen ums Leben als durch Raubtiere! Flusspferdmännchen werden wütend, wenn man in ihr Revier eindringt. Flusspferdmütter geraten außer Rand und Band, wenn man sich ihren Jungen nähert.

Sieh einen Film über Giraffen in Südafrika