Spinnen in der Savanne

Die Springspinne ist der Champion unter den Achtbeinern

Die afrikanische Springspinne ist der Champion unter den Spinnen. Sie spinnt keine Netze, dazu hat sie in der Savanne auch wenig Gelegenheit. Denn hier gibt es nur wenige Bäume und Büsche, an denen sie ihr Netz befestigen könnte. Sie hat sich der Savanne angepasst und lebt auf dem Boden. Statt eines Netzes spinnt sie nur einen Faden, den sie wie ein Seil benutzt. Damit springt sie wie ein Bergsteiger von Ort zu Ort. Meist liegt sie auf der Lauer und wartet geduldig,  bis Beute vorbeikommt. Dann springt sie von ihrem Posten auf das ahnungslose Opfer.

Wie weit können die Achtbeiner springen?

Die Tiere werden bis zu etwa einen Zentimeter groß. Sie können zielgerichtet mehrere Körperlängen weit auf ihre Beute springen, das sind Insekten oder andere Spinnen.

 

Warum hat die Springspinne so große Augen?

SpringspinneBlickt man eine Springspinne an, hat man den Eindruck, sie starrt zurück. Das tut sie tatsächlich, sie kann mit ihren großen, dunklen Hauptaugen ausgezeichnet sehen. Mit ihren zwei Nebenaugen sieht sie auch, was um sie herum passiert. Die seitliche Umgebung behalten vier weitere, kleinere Augen im Blick. Registriert sie eine Bewegung, dreht sich die Spinne frontal in Richtung der Beute und starrt sie an. Nur wenige Insekten schaffen es dann, schnell genug zu entkommen.

Springspinnen, die Achtbeiner mit Sonnenbrille

Springspinnen-Männchen sind prächtig bunt gemustert. Sie wollen die Weibchen beeindrucken. Doch Spinnen haben nur zwei Farbkanäle. Wie können die Weibchen die schöne Zeichnung dennoch wahrnehmen? Sie tragen eine Art eingebaute Sonnenbrille, die einen dritten Farbkanal erzeugt. Damit sehen sie Farben ähnlich wie der Mensch.

Die Leibspeise der Springspinnen

Die Springspinne hat es vor allem auf die Moskitos abgesehen, die sich gerade mit Menschenblut voll gesogen haben. Spinnen können ihre Beute also nicht nur mit ihren acht Augen fixieren, sie können sie auch riechen. Dazu nutzen sie ihre haarigen Sinnesorgane an den Beinen, mit denen sie riechen und sogar hören können.

Schon gewusst? Die ostafrikanische Springspinne hat eine besondere Vorliebe für stinkende Socken. Das haben Forscher herausgefunden, die das Jagdverhalten der Spinnen untersuchten. Sie stellten fest, dass der Gestank durchgeschwitzter Socken für die Achtbeiner bedeutet: wo Menschen sind gibt es auch blutsaugende Moskitos.

 

Die Zebraspinne

Eine prächtiger Achtbeiner ist die afrikanische Zebraspinne, so genannt wegen ihrer schönen Streifen. Rechts im Bild rechts siehst du eine Zebraspinne. In der Spinnenwelt sind die Verhältnisse umgekehrt wie in der übrigen Tierwelt. Die weibliche Zebraspinne wird mit 25 Millimeter riesig im Vergleich zum Männchen, das nur sechs Millimeter groß wird. Die Zebraspinne spinnt ihr Netz in Radform. Zusätzlich webt sie ein Zickzackband in das Netz, so dass es stabiler ist. Die Zebraspinne ernährt sich von Schmetterlingen, Wespen und Libellen. Hat sich ihre Beute im Netz verfangen, dann wickelt sie diese ein. Gut, dass ihr die Natur ein Gift verliehen hat, mit dem sie ihre Beute betäubt.

Zebraspinne (c) Xandu gemeinfrei

Die Fortpflanzung ist bemerkenswert: Um ein Weibchen zur Paarung anzuregen, schaukelt die männliche Zebraspinne das Netz hin und her. Wenn das Weibchen sich erhebt, kriecht das Männchen darunter und befruchtet es. Dann muss es sich aber schnell davon machen, sonst wird es gefressen.