Nashörner, die bedrohten Savannenbewohner

Nashörner sind nach den Elefanten die gewaltigsten Landsäugetiere. Sie existieren schon seit Urzeiten, seit dem Tertiär. Damals gab es viele verschiedene Arten, heute sind nur noch fünf Arten übrig, und zwei davon leben in Afrika: das schwarze und das weiße Nashorn. Nashörner bevorzugen die trockenen und feuchten Savannen von Ost- und Südafrika. Du findest sie in den Gebieten, in denen es offene Wasserstellen gibt. Denn ohne Schlamm könnten sie nicht überleben. Sie müssen sich im Schlamm wälzen, um sich vor Insekten zu schützen und kleine Wunden zu verschließen. Die Schlammbäder dienen auch der Abkühlung, denn sie besitzen keine Schweißdrüsen. Nur in der Trockenzeit nehmen sie mit Staubbädern vorlieb.

Von schwarzen und weißen Nashörnern

Nashörner im Krüger Park

Tierforscher unterscheiden zwischen weißen und schwarzen Nashörnern. Das schwarze Nashorn hat eine bewegliche Oberlippe, mit der es Blätter und Zweige abrupfen kann. Das weiße Nashorn hat eine breite Oberlippe und frißt Gras. Beide Arten sind in Wahrheit nicht weiß oder schwarz sondern grau. Die unterschiedliche Färbung ergibt sich nur durch die Schlammbäder. Links im Bild siehst du schwarze Nashörner. Rechts im Bild unten siehst du weiße Nashörner. Dort, wo die weißen Nashörner leben, ist der Schlamm besonders kalkhaltig. Dadurch erscheinen sie nach ihrem geliebten Schlammbad weiß-grau.

So leben Nashörner

Nashörner leben meist allein oder in kleinen Familiengruppen. Sie sind sehr ortsgebunden. Haben sie einmal ihr Revier abgesteckt, dann bleiben sie hier ein Leben lang. Sie markieren das Revier mit ihrem Dung, den sie mit dem Horn breit klopfen. Insekten und Vögel freuen sich darüber, denn der Mist des Nashorns ist für sie eine Fundgrube an Nahrung. Das Schwergewicht ist Wirt bestimmter Fliegenarten, die nirgendwo sonst vorkommen. Leider werden Nashörner gejagt, obwohl das verboten ist. Doch Wilderer verdienen sehr viel Geld am Verkauf der Hörner.

Schon gewusst? Nashörner sind vom Aussterben bedroht, deshalb stehen sie unter besonderem Schutz. Im Krüger Park in Südafrika sind drei Ranger nur dazu da, um auf ein einziges  Nashorn aufzupassen. In Botswana wird sogar eine Militäreinheit eingesetzt, um die Schwergewichte zu schützen.