Wer rettet den Regenwald auf Madagaskar?

Bombetokay Bay in Madagaskar (c) oledoe

Zu den Schätzen von Madagaskar  gehörten einst große tropische Regenwälder, in der eine reiche Tierwelt beheimatet war. Madagaskars Tierwelt ist wie ein antiker Zoo – ein Paradies für Tiere aller Art. Tatsächlich sind 90 Prozent der Wirbeltiere Madagaskars endemisch. Sie kommen nur hier vor, wie die seltenen „Waldgeister“, die Lemuren, die durch die Baumkronen toben. Leider schwindet die reiche Tierwelt immer mehr, denn ihr Lebensraum, die einstigen Regenwäldern sind zum großen Teil verschwunden. Sie wurden vernichtet durch die Siedler und ihre Nachkommen, die sich vor 2 Jahrtausenden auf der Insel niederließen.

Mit der Ankunft des Menschen wird ein Paradies zerstört

Madagaskar war einst ein Paradies, bis es als eines der letzten Gebiete auf der Erde besiedelt wurde. Man vermutet, dass sich erst um 350 vor Christus Einwanderer aus Südasien und später auch aus Ostafrika und Arabien auf der Insel niederließen. Vor dem Eintreffen der ersten Siedler war die Insel fast komplett bewaldet. Doch von den ursprünglichen Wäldern sind nur noch vier Prozent erhalten! Leider scheiterten bisher alle Versuche, die Wälder wieder aufzuforsten. Der Rest der Insel ist nur mehr von sekundären Savannen bedeckt. Sekundäre Savannen sind Gebiete, die immer wieder abgebrannt werden und in denen nur noch nährstoffarme Gräser wachsen. Auch viele Flüsse trocknen aus, wie du links im Bild sehen kannst.