Waldbrände in Afrika: Unser Planet ist in Gefahr

Im Amazonas vernichten riesige Feuer die wertvollen Regenwälder. Doch auch in den afrikanischen Tropen brennen Wälder. Auf den Satellitenbildern der NASA siehst du, dass sich die Waldbrände wie ein rotes Band durch Zentralafrika ziehen. Die Flammen fressen sich durch die Wälder von Angola über den Kongo und Mosambik bis nach Madagaskar. Sie zerstören den Jahrtausende alten Regenwald.

 

Der Regenwald im Kongobecken ist für alle Menschen überlebenswichtig

Der Wald im Kongobecken ist nach dem Amazonasgebiet die zweite grüne Lunge des Planeten. Regenwälder bedecken eine Fläche von über drei Millionen Quadratkilometern in mehreren Ländern: ein Drittel in der Demokratischen Republik Kongo und der Rest in Gabun, der Republik Kongo, Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik. Die Wälder des Kongobeckens nehmen Tonnen von Kohlendioxid auf. Damit ist der Wald sehr wichtig bei der Bekämpfung des Klimawandels.

 

 

Schon gewusst? Die Organisation Global Forest Watch Fires beobachtet Waldbrände überall auf der Welt. Sie hat festgestellt, dass es allein in der Demokratischen Republik Kongo von Juli bis Oktober fast eine Million Brandherde gegeben hat. Die meisten lodern am südlichen Rand des Regenwaldes, dort wo die Wälder in die Savanne übergehen. Hier wird der Regenwald seit etwa hundert Jahren immer weiter zurückgedrängt.

Warum schwindet der Regenwald?

Steigende Temperaturen, geringere Niederschläge und Abholzung haben auch dem kongolesischen Urwald geschadet. Für Palmölplantagen werden riesige Waldgebiete für immer vernichtet. Das Palmöl ist ein weltweit begehrter Grundstoff. Er steckt in der Hälfte der Produkte, die im Regal unserer Supermärkte stehen. Der ausgedünnte Regenwald wird trockener und empfindlicher für Brände. Wenn der kongolesische Urwald Feuer fängt, dann könnte das verheerendere Folgen für den Planeten haben. Denn in den afrikanischen Ländern gibt es weniger Mittel, um die Brände zu löschen.  

Ein Blick zurück: Der vom Regenwald bedeckte Teil des Kongo ist zwischen 2003 und 2018 um mehr als 10 Prozent geschrumpft. Wenn es so weitergeht, wird der Regenwald in hundert Jahren verschwunden sein.

 

Wer setzt die Regenwälder in Brand?

Industriekonzerne, die Tropenholz vermarkten und Palmölplantagen errichten. Aber auch die einheimischen Bauern tragen zur Vernichtung des Waldes bei. Sie verwandeln den Regenwald in riesige Felder und bauen hauptsächlich Sojabohnen an. Allein Mosambik verliert jährlich 285.000 Hektar Waldfläche durch Brände. Auch der Wanderfeldbau vernichtet Wälder. Die Bauern entzünden die Wälder und bebauen die Fläche mit Getreide und Gemüse. Wenn der Boden ausgelaugt ist ziehen sie weiter und schaffen neue Anbauflächen im Wald. Kleinere Brachflächen können sich im Laufe der Jahre erholen. Hier wächst Sekundärwald. Doch bei größeren Flächen kommt es zu Erosion und Verwüstung.

Ein Blick in die Zukunft: Schon jetzt würde es mindestens 100 Jahre brauchen, um die Wälder in Mosambik wieder in den Zustand von vor 15 Jahren zu versetzen.

 

In Madagaskar sind die Feuer besonders schlimm

Madagaskar war ursprünglich zu 90 Prozent bewaldet. Heute gibt es nur noch etwa zehn Prozent des Waldes. Jährlich verschwinden rund 120.000 Hektar Wald, meist durch Brandrodungen. Wenn die Zerstörung in diesem Maße voranschreitet, dann wird es in Madagaskar in 40 Jahren keinen Wald mehr geben. Die Bekämpfung der Feuer ist die wichtigste Aufgabe für die Bewohner von Madagaskar! Und Löschflugzeuge aus Europa können helfen, die Flammen zu löschen.

 

Was können alle Menschen tun?

Wenn die Wälder brennen, dann steht die Zukunft des ganzen Planeten auf dem Spiel. Dann müssen alle auf dieser Welt zusammenarbeiten, um das Problem zu lösen.

 

Was können wir tun, um die Regenwälder zu schützen?

Ganz einfach: Weniger Fleisch essen. Denn 80 Prozent der Sojabohne wird zu Schrot verarbeitet und landet als Futtermittel in Tiertrögen. Schließlich wächst weltweit der Hunger auf Fleisch, und das lässt sich mit Soja günstig produzieren. Deshalb hinterlässt Soja auf unserem Planeten deutliche Spuren der Zerstörung.

Was wir sonst noch zum Schutz der Regenwälder tun können

Hier gehts zum Märchen des Monats


 

Spannende Herbstferien wünschen euch

Angelika und das Team von afrika junior.

Besucht uns im November wieder, dann erfahrt ihr die wichtigsten Neuigkeiten aus Afrika.

Vorschau: Im November reisen wir in die südlichen Savannen von Afrika. Ob wir da auf Safari gehen können? Und welche Tiere wir entdecken? Findet es heraus!