Die Geschichte von Uganda

Die Briten greifen nach der Macht im Königreich Buganda

Churchill mit dem ugangesischen König Daudi 1908 (c) G. WilsonDie Deutschen und die Briten wetteiferten um die Herrschaft über Uganda. Schließlich gewannen die Briten die Oberhand über das Land im Herzen Afrikas. Der König von Buganda war mit der Annektierung durch die Briten nicht einverstanden. Er flüchtete, kehrte später aber wieder in sein Reich zurück. Bei seiner Rückkehr im Jahr 1893 wurde er gezwungen, einen Vertrag zugunsten der Herrschaft der Briten zu unterzeichnen. Uganda und das Königreich Buganda wurden britisches Protektorat. Die Briten schürten Rivalitäten zwischen den Völkern Ugandas, indem sie bestimmte Gruppen bevorzugten. Dem Königreich Buganda und seinem König räumten sie einen Sonderstatus ein. Als das Land unabhängig wurde, versprachen die Briten dem Buganda König Kabaka Mutesa II., dass er seine Sonderrolle behalten würde. Im Bild rechts siehst du den britischen Politiker Winston Churchill und den ugandesischen König Daudi.

Der Weg in die Unabhängigkeit

File:Museveni July 2012 Cropped.jpg1962 erhielt Uganda die Unabhängigkeit. Tatsächlich wurde der König Staatsoberhaupt. Doch bald darauf wurde eine neue Verfassung verkündet und der Führer des Ugandischen Volkskongresses griff nach dem Präsidentenamt. Der einstige König wurde vertrieben. 1971 übernahm Idi Amin, Angehöriger des Kakwa Volkes und Oberbefehlshaber der Armee, die Macht. Er errichtete eine grausame Militärdiktatur. Acht Jahre konnte sich Idi Amin an der Macht halten. Dann wurde auch er gestürzt und der alte Präsident Obote wiedereingesetzt. Doch das Land kam nicht zur Ruhe. Rebellen der Nationalen Widerstandsarmee nahmen die Hauptstadt Kampala ein und ernannten Yoweri Museveni zum Präsidenten. Museveni, auf dem Foto links, führte eine „parteienlose Demokratie“ ein. Aber es war keine echte Demokratie. Die verschiedenen Völker waren nicht gleichberechtigt an der Regierung beteiligt.

 

es gab keine Opposition, die gegensätzlichen Kräfte wurden unterdrückt. Die Wirtschaft des Landes besserte sich zwar, die Schulpflicht wurde eingeführt, doch nur wenige Völker wurden an der Regierung beteiligt. Dadurch herrscht in dem Land ein großer Unfrieden.