Die Geschichte von Mosambik

Karte von 1598 der Insel von Mosambik von Pieter van den Keere (c) Joopr

An der Ostküste setzte sich ab dem 8. Jahrhundert die Swahili Kultur durch, eine arabisch-afrikanische Handelsgesellschaft, die bis nach Mosambik reichte. Hier wurden Waren und Ideen zwischen Indien, Persien und afrikanischen Königreichen ausgetauscht. Der Handel mit Gold, Elfenbein und afrikanischen Sklaven bescherte den Sultanaten großen Reichtum. Hauptlieferant der Waren und Sklaven war das Herrscherhaus von Munhumatapa in Simbabwe, auch Groß Simbabwe genannt, das im heutigen Simbabwe lag.  

Die Kolonisierung

Schiff von Vasco da Gama - Gemälde von Ernesto Casanova ca. 1880 (c) Dantadd

Die großen Entdeckungsfahrten der Europäer versetzten die Völker an den Küsten Afrikas in Aufruhr. 1497 landete der Portugiese Pedro da Covilhão in Sofala. Er erkundete im Auftrag des portugiesischen Königs den Seeweg von Arabien nach Ostafrika. Schon ein Jahr später erreichte sein Landsmann Vasco da Gama auf dem Weg nach Indien Mosambik. Auf der Insel von Mosambik traf er mit dem Scheich Moussa Ben Mbiki zusammen, der über das arabisch-indische Handelsnetz herrschte. Nach ihm benannte der Portugiese die Insel und das Land an der Küste. 1500 kehrte Vasco da Gama zurück nach Ostafrika. Mit kanonenbewehrten Schiffen drang er in die Hafenstädte ein und zwang die Machthaber, dass sie sich zum Untertan der portugiesischen Krone erklärten. Wurde diese Forderung nicht erfüllt, dann wurde die Stadt geplündert. Die Portugiesen rechtfertigten ihren Handelskrieg als Kreuzzug gegen die Ungläubigen. Im Handstreich erkämpften sich die Portugiesen die Vorherrschaft an der Ostküste. Sie rissen den Handel mit Gold, Elfenbein und Sklaven an sich. Ihre Herrschaft dauerte bis ins 20. Jahrhundert. Durch Zwangsarbeit und rücksichtslose Ausbeutung verschlechterten sich die Lebensbedingungen in der Kolonie. In der einheimischen Bevölkerung wuchs der Zorn gegen die europäische Fremdherrschaft. Widerstandskämpfer aus allen Landesteilen verbündeten sich.

 

Mosambik wird unabhängig

Logo vom 2. Kongreß von Frelimo 1977 (c) Soman

Je mehr die Portugiesen an ihrem Kolonialbesitz festhielten, umso stärker wurde der Widerstand der Einheimischen. Die Freiheitskämpfer gründeten eine Partei, die FRELIMO, bewaffneten sich und kämpften gegen die Besatzer. Zunächst waren sie unterlegen. Doch dann änderte sich die Lage im fernen Europa. In Portugal wurde die Diktatur gestürzt. Auslöser war die friedliche „Nelkenrevolution“ der Bevölkerung gegen die Diktatoren. Eine demokratisch gewählte Regierung kam an die Macht. Sie beendete die Kolonialzeit und entließ Mosambik in die Unabhängigkeit. Am 25. Juni 1975 wurde Mosambik nach knapp 500 Jahren ein freies Land. Als Regierung wurde eine marxistische Volksrepublik bestimmt, mit der viele Bürger unzufrieden waren. Ein blutiger Bürgerkrieg um die Herrschaft über Mosambik brach aus. Für diesen Krieg wurden auch Kinder als Soldaten eingesetzt. Der Bürgerkrieg hielt das Land 17 Jahre in Atem. Die Wirtschaft brach zusammen, Schulen wurden geschlossen, die Bevölkerung verarmte. Erst 1992 wurde der Bürgerkrieg beendet.