Die Geschichte von Marokko

Sultan in Marokko - Gemälde von Eugene Ferdinand Victor Delacroix (c) Foto Daniel MartinIn Marokko finden sich ähnliche Hinterlassenschaften aus der Altsteinzeit wie in Europa. Das bedeutet, dass sich Europäer und Afrikaner schon sehr früh im Austausch befanden. Im Altertum herrschten zumeist kriegerische Beziehungen zwischen den Kontinenten. Fast alle Reiche, die im Altertum Rang und Namen hatten, hinterließen in Marokko ihre Spuren. Zeitweise wurden die Küsten von den Phöniziern vereinnahmt und Karthago eingemeindet. Nach der Zerstörung Karthagos wurde das Land Teil des Römischen Reiches. Selbst die Vandalen waren hier. Während der Völkerwanderung durchzog der germanische Stamm auf seinem Eroberungszug Marokko. Dann fiel der Norden Marokkos für 150 Jahre an das Byzantinische Reich. Die größte Veränderung brachte die Islamisierung  Nordafrikas im späten 7. Jahrhundert. Der Islam drang bis nach Marokko vor und beherrschte den Küstenstaat. 

Marokkanische Dynastien

Ait Ben Haddou (c) Jerzy Strelecki

Mit der Islamisierung begann die Geschichte eigenständiger marokkanischer Dynastien. Die Berberdynastie der Almoraviden war sehr kriegerisch und dabei auch erfolgreich. Sie waren Dschihadisten, religiöse Kämpfer. Zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert vergrößerten sie mit Waffengewalt ihr Gebiet in den Norden bis nach Spanien und in den Süden bis weit über die Sahara hinaus. Ait Ben Haddou links im Bild ist eine noch erhaltene Bergsiedlung der Almoraviden.

Die Kolonisierung Marokkos

Die Portugiesen nahmen im 15. Jahrhundert auf ihren Entdeckungsreisen einige Küstenstädte ein. Sie waren aber nie eine große Bedrohung für die marokkanischen Herrscher. Ihre Macht wurde erst mit der Kolonialisierung durch Frankreich im Jahr 1912 beendet. Seit 1956 ist das Land eine unabhängige konstitutionelle Monarchie.