Die Schlangen auf den Bissagos Inseln

Grüne Mamba (c) Tetris LDie Bissagos-Inseln sind bekannt für ihre zahlreichen Schlangen. Dort leben die tödlichsten Schlangen von Afrika, die Mambas und Kobras. Sie gedeihen prächtig in den Sümpfen und Mangrovenwäldern der Küsten. Nach einem Biss überleben nur wenige. Und die Opfer, die überleben, haben lebenslange Verletzungen oder erleiden Amputationen. Doch es ist schwierig, ein bezahlbares Gegengift aufzutreiben. Am stärksten gefährdet sind Kinder und Bauern. Vor allem, wenn Bauern Wald roden oder Kinder in den Sümpfen Fische oder Frösche fangen. Dann werden sie Opfer der lautlosen Jäger. Die Mambas sind am giftigsten. Einen Mamba-Biss überlebt man normalerweise nicht. Sie leben auf Bäumen und sind oft in den Palmblättern versteckt. Da sie mit ihrem grünen Schuppenkleid die ideale Tarnfarbe besitzen, werden sie oft erst zu spät entdeckt. Im Notfall müssen die Betroffenen lange Wege mit dem Boot oder auf einem Pferdewagen bis zum nächsten Krankenhaus zurücklegen. Nur das größte Krankenhaus in Bissau verfügt über ein Gegengift gegen das Schlangengift. Auf dem Foto rechts siehst du eine grüne Mamba.

Auch traditionelle Heiler können nicht zaubern

Eine Dosis des lebensrettenden Gegengifts kostet umgerechnet 140 Euro. Die meisten verdienen so viel gerade mal in einem Monat. Zudem müssen die Antiseren gekühlt werden, doch nur zehn Prozent des Landes hat Zugang zu Strom. Viele Betroffene gehen zu traditionellen Heilern. Auch sie können nicht zaubern, und nur die Hälfte der Menschen überlebt. Mehr staatliches Engagement ist gefordert, denn das Antiserum ist teuer. Wenn sich während der Regenzeit die Schlangen vermehren, dann werden die Gegenmittel knapp.

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