Die Geschichte von Burkina Faso

Königreiche und Emirate

Massi Krieger (c) Gerhard Haubold Zeugnisse von verschiedenen Zivilisationen stammen aus dem ersten Jahrtausend vor Christus. Einige dieser Völker leben noch heute im Land wie die Senufo oder die Dogon. Die  Völker lebten in Dorfgemeinschaften und haben sich selbst verwaltet. Die Mossi waren die ersten, die sich in größeren Gemeinschaften organisierten. Sie bildeten große Reiterheere aus, die schnell und wendig waren. Sie gingen auf Kriegszug und unterwarfen ihre Nachbarvölker. Bald beherrschten sie weite Gebiete in Burkina Fao und gründeten ein mächtiges Königreich. Im Norden lebten die Fulbe, ein Hirtenvolk. Sie waren islamisiert worden und verbreiteten den Islam im Herzen des Sahel. Sie gründeten Emirate.  Rechts im Bild siehst du die Figur eines Mossi Kriegers mit Schwert, Speer und Schild.

Burkina Faso gerät unter die Herrschaft Frankreichs

Karte von Burkina Faso 1909 (c) National Geographik Society

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das heutige Gebiet von Burkina Faso von Frankreich unterworfen und zum französischen Protektorat erklärt. Später machten sie das Gebiet zu ihrer Kolonie. Selbst die kriegerischen Mossi konnten den europäischen Eroberern nicht viel entgegensetzen. Sie mussten die Herrschaft der Franzosen anerkennen. Das Königreich der Mossi ließen sie bestehen, aber tatsächlich übernahmen sie die Herrschaft im Land. Sie beuteten die Bodenschätze aus, vor allem Gold, und erhoben Steuern. Auf der Karte links siehst du die Kolonie Französisch-Westafrika eingezeichnet, zu der Burkina Faso gehörte. Die Goldabbaugebiete sind rot eingezeichnet. Die Bewohner kämpften viele Jahre gegen die französischen Besatzer. Erst am 5. August 1960 wurden sie unabhängig  von Frankreich. Im Jahr 1984 benannten sie sich um in Burkina Faso, in das Land der ehrenwerten Menschen.