Die Fang

Die Fang sind die größte Bevölkerungsgruppe in Äquatorialguinea. Sie haben ihre uralten Traditionen bewahrt und sind für ihre kunstvollen Schnitzereien und ihre Tänze bekannt. Die alten Fang erzählen wie ihre Vorfahren Märchen und Geschichten, die nirgendwo niedergeschrieben sind. Sie haben sie in ihrem Gedächtnis bewahrt und ihre professionellen Erzähler berichten darüber bei ihren Festen. Die Fang sind Farmer, sie bauen hauptsächlich Kakao an oder sie leben vom Fischfang. Sie hatten sogar vor Ankunft der Europäer eine eigene Währung, die aus Kupfer und Eisen bestand. Denn ihr Gebiet zählt zum sogenannten Kupfergürtel im Herzen von Afrika.

Die Fang und woran sie glauben

Seit der Kolonialzeit gelten die meisten Fang als katholisch, das ist eine Folge der Kolonialisierung. Denn während dieser Zeit wurden afrikanische Völker gezwungen, den Glauben der Kolonialmächte anzunehmen. Doch wie viele andere afrikanische Völker haben die Fang ihre afrikanische Religion neben dem Glauben der Kolonialmacht beibehalten. Bis heute praktizieren sie ihre uralten Zeremonien und Rituale, die wir Europäer als Animismus bezeichnen. Eine der bedeutendsten Zeremonien nennen die Einheimischen „Abira“. Mit speziellen Tänzen und Gesängen wird dabei die Gemeinschaft von allem Bösen befreit. Zu den bekanntesten Tänzen der Fang zählt der Balele-Tanz, den die Musiker mit Trommeln, Xylophonen, Harfen und Zittern begleiten.